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Hier können Sie die Berichte zu den Tagungen des BLP aus den Jahren 2011 bis 2015 einsehen.

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Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis)

Veranstaltungen im Jahr 2011

Frühjahrsexkursionstagung 2011 in Potsdam – Neu Fahrland

Die Frühjahrsexkursionstagung 2011 des BLP e. V. fand am 07. Mai im Potsdamer Ortsteil Neu Fahrland statt. Insgesamt hatten sich am Morgen 36 Vereinsmitglieder und Gäste eingefunden.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit waren die Erwartungen außerordentlich gering. Trotzdem hofft man auf Überraschungen. Die blieben aber weitgehend aus. Sowohl im Exkursionsgebiet am Kirchberg und Fahrländer See als auch im Königswald am Krampnitzsee mussten sich die Teilnehmer meist auf – wenn auch nicht uninteressante – botanische Betrachtungen beschränken. Zwar wurden vor Ort noch gut 20 Pilzarten bestimmt, darunter aber nur ganz wenige Frischpilze, wie z. B. Schwefel-Porling, Grünblättriger Schwefelkopf und Rehbrauner Dachpilz, Holzbewohner, die auch schon mal Trockenzeiten trotzen. Dazu hatte sich noch ein Birkenpilz wohl etwas in der Zeit geirrt.

Die Pilzarmut tat der guten Laune der Teilnehmer keinen Abbruch, zumal nach mittäglicher Stärkung im Restaurant „Die Tenne“ Dr. Volker Kummer mit seinem interessanten Vortrag zur Bioindikation mit Pilzen für eine angeregte Diskussion sorgte.

Wolfgang Bivour

Mairitterling

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Grünblättriger Schwefelkopf

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Gemeiner Schildborstling

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Am Treffpunkt zur Frühjahrstagung

Morchelschwämme zum Osterfest

Trotz zunehmener Trockenheit hat sich in der Karwoche vielerorts ein
ungewöhnlich starkes Wachstum verschiedener Morchelarten eingestellt.
An entsprechenden Standorten tauchten Speisemorcheln oft in großer
Anzahl auf. Die etwas zarteren Käppchenmorcheln zeigten sich indes
meist nur hier und da an etwas feuchteren Standorten. Vor allem in
Gärten erschienen neben der Speisemorchel vor allem Spitzmorcheln in
teils größerer Menge.

Speisemorchel

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Spitzmorchel

Vorsicht bei der Morchel-Suche! Die genannten Arten sind allesamt essbar,
werden aber von Laien oft mit der giftigen Frühjahrs-Lorchel verwechselt.

Frühjahrslorchel (giftig)

Sollte sich feuchtere Witterung einstellen, ist mit dem Erscheinen der
essbaren Mairitterlinge zu rechnen. Einige wurden bereits gesichtet.

Mairitterling


Veranstaltungen im Jahr 2012

Frührjahrsexkursionstagung 2012 in Potsdam – Sacrow

Die Frühjahrsexkursionstagung 2012 des BLP e. V. fand am 05. Mai im Potsdamer Ortsteil Sacrow statt. 40 optimistische Vereinsmitglieder und Pilzfreunde fanden sich am Vormittag zu den Exkursionen ein, die am Jungfernsee und Sacrower See entlang führten.

Wie schon 2011, waren die Erwartungen wegen der vorangegangenen sehr warmen und trockenen Witterung auf einen reichen Frühjahrsaspekt sehr gedämpft. Da konnte der Regen ausgerechnet zur Exkursion nicht mehr helfen. Und so erwiesen sich die mitgeführten Sammelbehälter meist als viel zu groß – außer für Freunde des Schwefel-Porlings, der sich in diesem Frühjahr an entsprechenden Wirtsbäumen ungewöhnlich häufig zeigte. Der um diese Zeit oft häufige Mairitterling war nur sehr spärlich vertreten, ebenso Grünblättriger Schwefelkopf, Kiefernzapfenrübling und Rehbrauner Dachpilz. Als Besonderheit ist der im Potsdamer Raum wohl nicht gerade häufige Buchenwald-Wasserfuß (Hydropus subalpinus) zu nennen.

Zusammen mit einigen wenigen anderen Frischpilzen, wie Schuppiger Porling, Riesen-Träuschling und Sägeblättlinge, ausdauernden Porlingsartigen und sonstigem „Kleinkram“ wurden immerhin 55 Arten notiert.

Nach gutem Mittagessen im „Rittersaal zu Sacrow“ referierte Dr. Volker Kummer über Keulenpilze & Co. – ein interessanter und gut bebilderter Vortrag!

Wolfgang Bivour

Sammeln zur Exkursion

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Exkursion im Regen

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Fundbesprechung (Dr. Martin Schmidt mit Buchenwald-Wasserfuß)

Herbstweiterbildung 2012 in Tauer

Die Herbstweiterbildungstagung 2012 des BLP e. V. fand vom 21. bis 23. September im Sport- und Tagungshotel Christinenhof & Spa in Tauer statt. Knapp 40 Pilzsachverständige und Pilzfreunde aus Brandenburg und Berlin nahmen daran teil.

Wie üblich, gab der Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Bivour, zu Beginn einen Überblick über Witterung und Pilzwachstum seit Oktober 2011. Vereinsmitglied Gunter Golla referierte anschließend über Möglichkeiten und Schwierigkeiten der makroskopischen Pilzbestimmung im Feld. Dr. Martin Schmidt, Vizepräsident der im Umbruch befindlichen Deutschen Gesellschaft für Mykologie, gab einen Überblick über geplante und bereits erfolgte Veränderungen in der deutschlandweit agierenden Gesellschaft. Bevor zum Tagesausklang Vereinsmitglied Lutz Helbig die Exkursionsgebiete für den Folgetag vorstellte, erläuterte Gregor Wieczorek, Chefredakteur der Wochenzeitung NOVI CASNIK, kulturelle und naturkundliche Besonderheiten in der Lieberoser Heide.

Am Morgen des nächsten Tages begaben sich die Teilnehmer in 2 Gruppen in die nahe gelegenen Waldgebiete auf Pilzjagd. Speise- oder Giftpilz oder einfach nur ungenießbar – das sind keine Kriterien für die stillen Jäger. Hier geht es um alle und alles! Schließlich soll bei der anschließenden Bestimmungsarbeit das eigene Wissen getestet und erweitert werden. Außerdem gehen die Funde in die deutschlandweite Kartierung der Pilzflora ein.

Trotz erheblicher Bedenken wegen der vorweg widrigen Entwicklungsbedingungen (Trockenheit) konnten überraschenderweise um die 230 Pilzarten bestimmt und notiert werden. Etliche Arten konnten nur per Mikroskop identifiziert werden. Dafür sei insbesondere Dr. Martin Schmidt, Werner Diekow und Gunter Golla gedankt.

Am Rande wurde eine Prüfung zum Pilzsachverständigen des BLP e. V. erfolgreich absolviert.

Der Abend klang mit geselligem Erfahrungsaustausch aus.

Am Sonntag präsentierte Vereinsmitglied Werner Malchow in einem exzellenten Vortrag Heilpflanzen in Brandenburg sowie deren Wirkung und Anwendung. Frau Dr. Ingrid Koch vom Giftnotruf Berlin referierte über die Arbeit der Institution, über Vergiftungsursachen allgemeiner Art sowie über Vergiftungen nach Pilzverzehr und die damit verbundenen Probleme hinsichtlich Kompetenz und Diagnose. Die Pilzsachverständigen sind hier außerordentlich wichtige Partner.

Sammeln zur Exkursion

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Verdiente Exkursionspause

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Fachsimpeln unterwegs

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Bei der Fundauslage

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Teilnehmer der Tagung

Dem Hotelteam gebührt Dank für die organisatorische Unterstützung der Tagung, für Service und angenehmen Aufenthalt in gepflegter Atmosphäre!

Wolfgang Bivour


Spätherbstexkursionstagung 2012 in Potsdam-Sacrow

Die Spätherbstexkursionstagung 2012 des BLP e. V. fand am 03. November in Potsdam-Sacrow statt. 35 Teilnehmer waren gekommen. Wie schon im Frühjahr, führten die Exkursionen in die Waldgebiete am Jungfernsee und Sacrower See.

Nach einem meist mageren Hauptaspekt hatte sich die Pilzflora besonders nach Mitte Oktober vielerorts noch befriedigend entwickelt. Nachdem sich Pfifferlinge von Juni bis September verbreitet als dominante Speisepilzart gezeigt hatten, waren diese zu Mitte Oktober kaum noch anzutreffen. Dagegen waren jetzt Steinpilze im Verein mit Rötelritterlingen und Hallimasch keine Seltenheit. Vor allem aber Maronen ließen zumindest lokal die Sammelkörbe überquellen und versprachen bis in den November hinein noch eine reiche Ernte. Dem angehenden Spät-Boom bereiteten Nachtfröste, die das Thermometer besonders am 28.10. häufig unter -5 °C sinken ließen, ein abruptes Ende.

Im Wald wird’s ja nicht ganz so kalt und im Falllaub konnten noch reichlich Pilze halbwegs überleben, so dass nach den Exkursionen fast 100 Arten notiert werden konnten.

Nach dem Mittagessen im Rittersaal zu Sacrow in gemütlicher „Kamin-Atmosphäre“ und der Fundbesprechung im Freien gab Vereinsmitglied Dörte Wernick in ihrem Vortrag „Wie sag’ ich’s dem Kinde?“ wichtige und interessante Hinweise und Anregungen zur Didaktik der altersgerechten Vermittlung von Pilzkenntnissen an Schul- und Vorschulkinder.

Dem Team des Restaurants „Zum Sacrower See“ sei an dieser Stelle gedankt für die freundliche Bewirtung und die gute Küche.

W. Bivour

Auf Pilzpirsch

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Fundauslage


Veranstaltungen im Jahr 2013

Frühjahrsexkursionstagung 2013 in Potsdam-Golm

Die Frühjahrsexkursionstagung 2013 des BLP e. V. fand am 04. Mai im Potsdamer Ortsteil Golm statt. 35 Vereinsmitglieder und Pilzfreunde fanden sich am Vormittag zu den Exkursionen ein, die in das Golmer Luch und an die Düsteren Teiche bei Bornim/Bornstedt führten.

Besonderer Optimismus herrschte unter den Teilnehmern wegen des langen Winters im März und der anschließenden Trockenheit im April nicht. So waren sowohl Mairitterlinge als auch Schwefel-Porlinge – sonst um diese Zeit nicht selten – noch nicht zu finden. Und so war die Frischpilz-ausbeute noch magerer als normalerweise Anfang Mai zu erwarten. Immerhin wurden ein paar Speise-Morcheln, Schuppige Porlinge, Tintlings- und Mürblingsarten sowie der gern auf Holz in Gewässernähe wachsende Getigerte Knäueling aufgespürt. Daneben wurden aber auch mehrjährige Porlinge sowie eine ganze Reihe von Rinden- und Schichtpilzen notiert, so dass die Artenliste knapp 50 Arten umfasste.

Nach Fundbesprechung und Mittagessen im Golmer Landhotel Potsdam nahm Udo Richter aus Freyburg, der bereits am Rande der Fundbesprechung interessante und teils seltene Arten aus seinem Gebiet vorstellte, die Teilnehmer mit auf eine Exkursionsreise durch Teile Sachsen-Anhalts. Augenmerk galt den an Obstgehölzen wachsenden Pilzarten, die er in einem sehr interessanten Vortrag vorstellte.

Wolfgang Bivour

Treffpunkt in Golm

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Irgendetwas finden wir immer

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Udo Richter mit seinen Raritäten

Herbstweiterbildung 2013 in Seddiner See

Herbsttagung vom 27.09. bis 29.09.2013 in Seddiner See

Die Herbsttagung fand in der Heimvolkshochschule am Seddiner See, einem Bildungs- und Tagungszentrum direkt am Seddiner See, statt.

Die modern ausgestattete Einrichtung bot sehr gute Bedingungen für Unterbringung, Versorgung und Durchführung der Tagung.

Teilnehmer der Tagungen

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des BLP e.V., Wolfgang Bivour, wurde Organisatorisches abgeklärt und der Abend mit Vorträgen fortgesetzt. So wurde von Wolfgang Bivour zum 10jährigen Bestehen des BLP e.V. ein Rückblick gegeben und zum Thema „Witterung und Pilzwachstum von Oktober 2012 bis September 2013“ vorgetragen. Über die „Pilzkar-tierung im Luckauer Raum“ referierte Dr. Volker Kummer. Der Abend fand seinen Abschluss mit der Vorstellung der Exkursionsgebiete.

Die Exkursion am 28.09.2013 führten in Gebiete bei Kähnsdorf, Neuseddin und zum Caputher See.

Die Fundbestimmung und die anschließende Fundauslage erfolgte in den einzelnen Exkursionsgruppen auf der Terrasse vor dem Tagungshaus. Nach Abschluss der Fundauslage fand die Fundbesprechung statt.

Exkursionsteilnehmer sortieren ihre gefundenen Pilze

Mit der Vorstellung von Pilzen aus den Gattungen Boviste (Bovista, Lycoperdon, Scleroderma) und Porlinge (Polyporus) wurde die Auswertung und Fundbesprechung eröffnet. Es folgten z. B. die Gattungen Schüpplinge (Pholiota), Knollenblätterpilze (Amanita) und Raufußröhrlinge (Leccinum). Angesprochen wurden die Pilze aus den Gattungen Täublinge (Russula), Milchlinge (Lactarius), Trichterlinge (Clitocybe), Rißpilze (Inocybe) und Träuschlinge (Stropharia).
Der Schwerpunkt der Vortragenden (Wolfgang Bivour, Peter Specht, Werner Diekow, Lutz Helbig) wurde auf Bestimmungsmerkmale und artspezifische Eigenschaften sowie Speisewert und Verwechslungsmöglichkeiten gelegt.
Insgesamt konnten über 105 Arten notiert werden.

Bei der Pilzbestimmung

Am Abend trafen sich die Teilnehmer zum geselligen Erfahrungsaustausch zur entspannten Kommunikation im Gewölbe des Forsthauses „Seekeller“. Mit der Übergabe eines Ehrengeschenkes (Tasse/Teller) wurden aktive Mitglieder und Vereinsfreunde anlässlich des 10jährigen Bestehens des BLP e.V. geehrt.

Der letzte Tagungstag (29.09.2013) begann mit einem Vortrag von Peter Specht zum Thema „Pilze der Binnendünen“ und Gunter Golla setzte die Vortragsreihe fort mit einem Referat über bestimmungsrelevante Merkmale, Fruchtkörperentwicklung und Anatomie der Erdsterne (Geastrum).

Mit der 12. Mitgliederversammlung des BLP e. V. und anschließendem gemeinsamen Mittagessen fand die Herbstweiterbildung des BLP e. V. ihren Abschluss.

Wolfgang Bivour


Spätherbstexkursionstagung 2013 in Potsdam-Bornim

Die Spätherbstexkursionstagung des BLP e. V. fand am 02.11.2013 in 14468 Potsdam-Bornim statt. 23 Vereinsmitglieder und 25 Pilzfreunde fanden sich am Vormittag zur Exkursion ein. Die Exkursion führte in das Waldgebiet Katharinenholz.

Treffen gegen 09:30 Uhr

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Eine üppige Ausbeute

Mit gut gefüllten Körben ging es nach der Exkursion in das nahegelegene Restaurant „Syrtaki“, wo die gefundenen Pilze sortiert, bestimmt und in einer Ausstellung präsentiert wurden.

Im weiterem Verlauf der Tagung erfolgte die Fundbesprechung und –auswertung zu den gefundenen Pilzen. Hier eine kleine Auswahl der gefundenen Gattungen: Täublinge (Russula), Schüpplinge (Pholiota), Wulstlinge/Knollenblätterpilze (Amanita), Rötelritterlinge/Röteltrichterlinge (Lepista), Röhrlinge (Boletus), Hallimasch (Armillaria), Schwammporlinge (Spongipellis), Stachelbärte (Hericium), Saftwirrlinge (Abortiporus) und Stummelfüßchen (Crepidotus). Es wurden über 80 Pilzarten notiert und eine Vielzahl von aufgesammelten Rinden- und Schichtpilzen sind noch zu bestimmen.

Pilzbestimmung – volle Konzentration

Ein interessanter Vortrag von Dr. Heinrich Dörfelt beendete die Tagung. Er referiert zum Thema: „Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart – Kuriositäten in der Mykologie“. Von der Naturphilosophie am Ende des 17. Jahrhunderts bis zur heutigen Sichtweise wurde die Mykologie beleuchtet.

Reinhard Symandera


Veranstaltungen im Jahr 2014

Frühjahrsexkursionstagung 2014 in Potsdam-Fahrland

Die Frühjahrsexkursionstagung 2014 des BLP e. V. fand am 03. Mai im Potsdamer Ortsteil Fahrland statt. 37 Pilzfreunde, darunter 26 Vereinsmitglieder, fanden sich am Vormittag zu den Exkursionen ein, die in die kleineren Waldgebiete am Rande der Döberitzer Heide zwischen Fahrland und Kartzow führten.

Ähnlich wie in den Vorjahren, ließ fehlende Feuchtigkeit kein üppiges Wachstum in einer ohnehin allgemein noch relativ pilzarmen Jahreszeit erwarten, zumal sich aufgrund der außergewöhnlich fortgeschrittenen phänologischen Entwicklung der Aspekte der Morcheln und deren Verwandschaft, die im Gebiet vorkommen, bereits erledigt hatte.

Neben zahlreichen Porlingsartigen auf Holz wurden – allerdings meist nur in geringer Anzahl – die um diese Zeit zu erwartenden Arten, wie Mairitterling, Grünblättriger Schwefelkopf, Früher Ackerling, Kiefernzapfenrübling und Judasohr sowie Rehbrauner Dachpilz gefunden.
Schließlich wurden doch mehr als 70 Arten bestimmt, ein großer Teil davon Rindenpilze und phytoparasitische Kleinpilze, die wegen ihrer Winzigkeit für die Speisepilzberatung zwar ohne Bedeutung sind, zu Unrecht aber meist zu wenig Beachtung finden und die bei einem Blick durch die Lupe oft für Faszination sorgen. Überdies harren einige Funde noch der mikroskopischen Bestimmung. Hinsichtlich der Kleinarten den Exkursionsteil-nehmern ein wenig auf die Sprünge geholfen zu haben, ist der Verdienst von René Jarling und Frank Friederici von der Pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburg, denen an dieser Stelle gedankt sei.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Fahrländer Mühlenrestaurant „Trentino“ und der obligatorischen Fundbesprechung gab Reinhard Symandera einen Einblick in die PC-vernetzte Mikrofotografie als hilfreiche Unterstützung bei der mikroskopischen Pilzbestimmung.

w. bivour

fotocollage: dr. rüdiger croux, fotos: dr. rüdiger croux (5), wolfgang bivour (1)

Herbstweiterbildung 2014 in Wandlitz

Die Herbstweiterbildungstagung 2014 des BLP e. V. fand vom 19. bis 21. September im Waldhotel Wandlitz in Wandlitz statt. Die Tagungsstätte, unmittelbar am Wald und in der Nähe des Liepnitzsees gelegen, bot für unsere Zwecke sehr gute Bedingungen. An der Tagung nahmen 35 Vereinsmitglieder und 19 Gäste teil.

fotocollage: dr. rüdiger croux, fotos: dr. rüdiger croux (5), wolfgang bivour (1)

Nach dem traditionellen Überblick über Witterung und Pilzwachstum seit Oktober 2013 durch den Vereinsvorsitzenden Wolfgang Bivour stellte Dietmar Hagen in einem interessanten Vortrag anhand von Fotos und Zeichnungen Kleinpilze an Pflanzen und Totholz vor, vornehmlich Pilzgruppen, die bei Pilzberatern meist als so genannte „Zack“-Pilze wegen ihrer Bedeutungslosigkeit hinsichtlich einer kulinarischen Verwertung (Frage des Ratsuchenden: Kann man den Pilz essen?) und wegen der oft nicht leichten Bestimmbarkeit unter den Tisch fallen. Anschließend wurden von Wolfgang Bivour die Exkursionsgebiete vorgestellt: Wandlitz-Liepnitzsee, Liepnitzsee-Regenbogensee und Hellsee bei Lanke.

Nach der Exkursion am Sonnabendmorgen wurden am Nachmittag die Funde bestimmt und ausgelegt. Wegen der vorausgegangenen Trockenheit war mit reichen Funden nicht zu rechnen. Auch wenn die Artenvielfalt und die Individuenzahl zu wünschen übrig ließ, konnten für die einzelnen Exkursionsgebiete immerhin noch zwischen etwa 90 bis 150 Arten notiert werden, die Dr. Martin Schmidt, dem auch für die Unterstützung bei der Pilzbestimmung und der Fundbesprechung gedankt sei, in die mykologische Datenbank zur Pilzkartierung eintrug.

Die Verfügbarkeit vieler Pilzarten erleichterte nach Absolvierung eines schriftlichen Teils die praxisnahe und erfolgreiche Abnahme zweier Prüfungen zum/zur Pilzsachverständigen nach den Richtlinien des BLP.
Der Abend klang mit geselligem Erfahrungsaustausch und den traditionellen Quizrunden aus.

Am Sonntag stellte unsere „frisch gebackene“ Pilzsachverständige Dr. Sylvia Hutter ihre in der Schweiz durchgeführten Untersuchungen zum Einfluss von Bewässerung und Stickstoffdüngung auf Ektomykorrhiza vor. Anschließend gab Dr. Rüdiger Croux in einem ebenso interessanten wie amüsanten Vortrag einen Einblick in die Herkunft und Bedeutung deutscher und volkstümlicher Pilznamen.

Die Tagung fand in angenehmer Atmosphäre statt. Das Hotelteam reagierte auf unsere vielleicht durchaus etwas ausgefallenen Ansprüche mit Verständnis und Entgegenkommen. Dafür herzlichen Dank!

Wolfgang Bivour


Spätherbstexkursionstagung 2014 in Wandlitz

Die Spätherbstexkursionstagung 2014 des BLP e. V. fand am 01. November – wie schon die Herbsttagung – in Wandlitz statt. Mit 52 Teilnehmern war die Veranstaltung außerordentlich gut besucht. Ein Exkursionsgebiet erstreckte sich vom Waldhotel an der Bernauer Chaussee bis zum Liepnitzsee, ein anderes lag zwischen Wandlitz-Chaussee und dem Südufer des Liepnitzsees. Während im ersten Gebiet die Buche dominierte mit Kiefernschlägen in den Randbereichen, war im zweiten eine gute Mischung aus Buche, Kiefer und Fichte anzutreffen.

Nach der etwas feuchteren und zu warmen Witterung im Oktober war ein für diese Jahreszeit üppiges Pilzwachstum zu verzeichnen. So wurden im ersten Gebiet mehr als 170, im zweiten gut 130 Arten nootiert. Für die Bestimmung von boden- und holzbewohnenden Kleinarten, selteneren Funden sowie auch flächig wachsenden Holzbewohnern sei vor allem René Jarling, Dr. Volker Kummer und unserem Vereinsmitglied Reinhard Symandera gedankt.

fotocollage: dr. rüdiger croux, fotos: dr. rüdiger croux (6), wolfgang bivour (1)

Nach Mittagessen und allgemeiner Fundbesprechung ging es im Vortrag von Dr. Heinrich Dörfelt um fossile Pilzeinschlüsse in Harzen und Bernstein, die Auskunft geben können über die erdgeschichtliche Entwicklung der Pilze. Die Forschungen und Analysen dazu sind längst nicht abge-schlossen und es bietet sich hier noch ein weites Betätigungsfeld – ein spannender Exkurs in die „Urzeit“ der Pilze.

Wie schon im September, fanden wir im Waldhotel Wandlitz sehr gute Bedingungen für eine erfolgreiche Tagung vor.

Wolfgang Bivour


Veranstaltungen im Jahr 2015

Frühjahrsexkursionstagung 2015 in Leuenberg (Gem. Höhenland)

Die Frühjahrsexkursionstagung 2015 des BLP e. V. fand am 02. Mai in Leuenberg statt. Insgesamt hatten sich am Morgen 43 Vereinsmitglieder und Gäste eingefunden.

Auf Grund der vorangegangenen Trockenheit waren die Erwartungen außerordentlich gering. Trotzdem hofft man auf reichhaltige Pilzfunde. Die blieben aber weitgehend aus, sowohl im Exkursionsgebiet am Mittelsee als auch am Langer See. Es wurden nach der Fundauslage ca. 25 Arten bestimmt, darunter z. B. Speise-Morchel (M. esculenta), Maipilz (C. cambosa) und Samtfußrübling (F. velutipes), drei Vertreter der Speisepilzarten. Ein großer Teil der Aufsammlungen zählt zu den ungenießbaren Arten und ein hoher Anteil davon sind Rindenpilze.

Nach mittäglicher Stärkung in der Leuenberger Jagdklause berichtet Irma Köppe über Ihre Erfahrungen bei der Behandlung von Ihrer Krebskrankheit mit Wirkstoffauszug aus Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides). Mit ihrem interessanten Vortag sorgte Sie für eine angeregte Diskussion und beantwortete noch einige Fragen.

fotocollage: dr. rüdiger croux

Reinhard Symandera


Herbstweiterbildung 2015 in Tauer

Die Herbstweiterbildungstagung 2015 des BLP e. V. fand vom 18. bis 20. September im Sport- und Tagungshotel Christinenhof & Spa in 03185 Tauer statt. Neben 33 Vereinsmitgliedern nahmen 14 weitere Pilzfreunde teil.
Am Freitagabend wurden zunächst von den Teilnehmern mitgebrachte Pilze vorgestellt, u. a. der in Brandenburg sehr seltene Satanspilz. Anschließend referierte Sylvio Raschick von der Oberförsterei Drebkau zu Aufgaben und Anforderungen der Forstwirtschaft im Land Brandenburg im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie und des Klimawandels. Danach gab Dr. Martin Schmidt (Vizepräsident der DGfM) einen Überblick über Historie und Stand der Pilzkartierung und über weitere Projekte incl. Erstellung Roter Listen. Er zeigte Schwierigkeiten und Grenzen der Kartierung auf und mahnte die Mitarbeit auf möglichst breiter Basis an. Es schloss sich die übliche Gesamtschau auf Witterung und Pilzwachstum seit Oktober 2014 durch den Vereinsvorsitzenden Wolfgang Bivour an. Zum Schluss stellte Lutz Helbig die Exkursionsgebiete in der Nähe von Tauer vor.

Am Sonnabendmorgen starteten die Exkursionen zum Großsee und Kleinsee. Gleichzeitig wurde erstmals eine Pilzlehrwanderung für Interessenten im nördlich von Tauer angrenzenden Waldgebiet angeboten. Mit reichen Funden war wegen der vorausgegangenen außerordentlichen sommerlichen Trockenheit nicht zu rechnen. Trotzdem konnten bei der Fundauslage am Nachmittag für die beiden Exkursiongebiete mehr als 100 bzw. 150 Arten notiert werden. Am Rande der Fundauswertung konnte eine Prüfung zum Pilzsachverständigen nach den Richtlinien des BLP erfolgreich abgenommen werden. Am Abend stellte Denis Bivour sein in Papua-Neuguinea entstandenes Filmprojekt „Kago“ vor.

Am Sonntag gab Dietmar Hagen einen Überblick über zerstreut oder selten vorkommende Pilzarten in der Ostprignitz. Danach referierte Wolfgang Bivour über Möglichkeiten und Grenzen der Beratungs- und Bestimmungstätigkeit per Telefon oder Internet.

Wie schon 2012 fanden wir im Sport- und Tagungshotel Christinenhof & Spa hervorragende Bedingungen und ein freundliches und flexibles Hotelteam vor.

fotocollage: dr. rüdiger croux

Wolfgang Bivour


Spätherbstexkursionstagung 2015 in Steinförde bei Fürstenberg

Die Spätherbstexkursionstagung 2015 des BLP e. V. fand am 07. November in Steinförde bei Fürstenberg/Havel statt. 39 Vereinsmitglieder und Pilzfreunde hatten sich am frühen Vormittag zur Exkursion eingefunden. Das abwechslungsreiche Exkursionsgebiet erstreckte sich von Steinförde entlang des Ostufers des Peetschsees bis zum Augustablick.

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fotocollage: dr. rüdiger croux

Insgesamt wurden 152 Arten notiert, an deren Bestimmung René Jarling dankenswerterweise einen großen Anteil hatte.

Nach Mittagessen und allgemeiner Fundbesprechung berichtete René Jarling über „neue“ und wenig beachtete Großpilze in Brandenburg. Dabei stellte er auch die Unterschiede zwischen Suillellus (Boletus) luridus und S. mendax, der von ersterem erst 2014 abgetrennt wurde, dar.

Das Gasthaus Haveleck schien mit der zügigen Bewirtung unserer Gruppe ein wenig überfordert.

Wolfgang Bivour